Topografie
Die Hasenmatt liegt im Solothurner Jura oberhalb von Lommiswil. Mit 1’445 m ü. M. ist sie die höchste Erhebung des Kantons Solothurn und Teil der Weissensteinkette. Ihre Südflanke fällt zum Mittelland ab, während die Nordseite topografisch stärker gegliedert ist. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zur Alpenkette.
Geologie
Der Berg gehört zum Faltenjura. Seine Kalk- und Mergelschichten entstanden als Ablagerungen eines flachen Meeres und wurden erst Millionen Jahre später im Zuge der Alpenbildung gefaltet und angehoben. Harte Kalkbänke bilden heute Grate und Felswände, weichere Gesteine eher bewachsene Hänge und Mulden.
Spuren
An der Südflanke liegt oberhalb von Lommiswil eine steilgestellte Kalkplatte mit mehreren hundert Dinosaurierspuren. Sie entstanden vor rund 150 Millionen Jahren, als grosse Pflanzenfresser über den feuchten Untergrund einer küstennahen Ebene zogen. Die ursprünglich nahezu horizontale Schicht wurde später angehoben, gekippt und durch Steinbrucharbeiten wieder freigelegt.
Lebensräume
Zwischen Jurasüdfuss und Gipfel verändern sich Exposition, Untergrund, Bodentiefe und Feuchtigkeit auf engem Raum. Wärmebegünstigte Wiesen und Waldränder gehen in geschlossene Wälder, felsige Standorte und offene Flächen am Kamm über. Dieses Mosaik aus trockenen, feuchten, sonnigen und schattigen Bereichen schafft die Grundlage für die Artenvielfalt des Juras.
Hasenmatt und Mensch
Die Hasenmatt ist zugleich Naturraum und Kulturlandschaft. Wälder, Weiden, Wege und Steinbrüche dokumentieren unterschiedliche Formen menschlicher Nutzung. Der Kalkabbau legte geologische Schichten und Dinosaurierspuren frei; Landwirtschaft und Forstwirtschaft prägten die Vegetation. Heute dient der Berg der Erholung, Forschung und Naturbeobachtung – begleitet von Massnahmen zum Schutz seiner Landschaft und Lebensräume.